Samstag, 17. Oktober 2009

Lecker Tintenfisch

Als kurze Impression noch zwei Bilder von Clements und meinem Abendessen gestern. Der hatte nämlich den Tag zuvor (oder so ähnlich) Calamari vom lokalen Markt mitgebracht. Da ich die letzten beiden Male Gulasch und Curry gekocht hatte war er jetzt mal dran und konnte die ganzen kleinen Viecher von ihren Knochenplatten im Kopf und den Innereien befreien. Anfangs hat er sich noch Mühe gegeben die Tintenblase heile zu lassen um keine riesen Sauerei zu veranstalten, aber nach dem 10ten Tintenfisch hat ihn dann auch die Geduld für diese Friemelarbeit verlassen. Dementsprechend sag der Tisch dann auch aus wie einer Schlacht der Kugelschreiber. Aber lecker wars dann trotzdem. :)

From Calamari
Die kleinen Biester hautnah


From Calamari
Die Zubereitung

Ronda Bilder

Hola an alle denen ich noch Bilder versprochen habe. Da Fried sich ja schon erbarmt hatte den Blogpost zu schreiben hab ich mir wenigstens noch die Mühe gemacht fast alle meine Bilder zu kommentieren. Hierzu der Albumlink. Am Ende sind 3 Panoramen, die wesentlich besser aussehen wenn man sie runterläd und dann nich alles davon anschaut sondern lieber seitlich scrollt.

Freitag, 16. Oktober 2009

Ausflug nach Ronda

Letztes Wochenende haben wir uns entschlossen, unser noch spärliches, kulturelles Wissen über Andalusien mit einem Trip in die Geburtsstätte des Stierkampfes - die Stadt Ronda - zu erweitern.
Schon auf der Hinfahrt gab es viele Möglichkeiten sich an der tollen Landschaft zu erfreuen, von denen leider meist nur ich Gebrauch machte, da meine restlichen drei Compañeros von meinem - trotz Schlaglöchern und engen Serpentinen - butterweichen, beruhigendem Fahrstil in den Schlaf gewogen wurden. (Vielleicht auch ein bisschen wegen dem üppigem Schlafdefizit aufgrund der letzen Party, aber dass muss mir erstmal jemand beweisen... ;)

From Ronda

*zzZzZZZZzZZzzzz*


Ständig mit der Gefahr im Nacken, von der Fahrbahn abzukommen, von den dunklen Schluchten der andalusischen Felsen gefressen zu werden um letztendlich in einem riesigen Feuerball aufzugehen, führte ich uns hochkonzentriert über teils unbefestigte, geschwungene Passstraßen und enge nicht sehr vertrauenserweckende Brücken. (Anm. d. Red.: Dieser Text kann Abschnitte enthalten, die, zu Gunsten der literarischen Freiheit, des Spannungserhaltes und des Realitätsverlustes, ein klein wenig überzogen dargestellt sein könnten. Muss er aber nicht.)

From Ronda

^^

In "El Sur" - unserem nahe der Stadt liegenden Campingplatz - angekommen, bauten wir dann unser Nachtlager auf, um anschließend den verbleibenden Tag für eine Stadtbesichtigung nutzen zu können. Zwar wollten wir uns eigentlich an den hauseigenen Pool legen um uns bei 30°C etwas Abkühlung zu gönnen, aber der war leider ab September geschlossen.

From Ronda

Eben, wer badet hier schon in den bitterkalten Herbstmonaten?

From Ronda

Unser Zeltlager

Mit Kamera bewaffnet sind wir - nach dem obligatorischem, halbstündigen Suchen eines Parkplatzes - letztendlich mehr oder weniger ziellos durch die Stadt geschlendert um uns im Sonnenuntergang unter anderem die doch sehr imposante "Puente Nuevo" (Neue Brücke) anzuschauen.

From Ronda

Puente Nuevo

From Ronda


From Ronda


Abends haben wir uns dann in einem Restaurant, zu Cerveza und Oliven, den Bauch mit Tapas wie z.B. fritierten Minitintenfischen vollgeschlagen.

From Ronda


Am nächsten Tag ging es dann erstmal in das circa 20km nordwestlich liegende Ronda la Vieja, die Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Acinipo, mit Überresten eines römischen Theaters und älteren Funden, wie etwa einer phönizischen Stadtmauer.

From Ronda

Auf den ersten Blick sah es aus wie eine Steinhaufenausstellung.


Aber bei genauerem Hinsehen und einer gehörigen Portion Phantasie, konnte man doch
das damalige Stadtleben spüren...

Hier z.B. der Bäcker der duftendes Fladenbrot backte...

From Ronda

Steinhaufen

..oder das Haus des Hirten, dessen zwei Schafe noch heute wissen wo sie hingehören.

From Ronda

Wer findet beide Schafe? Zu gewinnen gibt es eine Portion Erkenntnis.

Natürlich wussten sich die Römer zu belustigen, daher durfte das örtliche Amphitheater mit Platz für ungefähr 2000 Personen nicht fehlen.

From Ronda

Amphitheater

From Ronda

Amphitheater

Nach diesem Abstecher in die Geschichte haben wir uns dann auf den Weg zur "Cueva de la Pileta" gemacht, die ca. 20km südwestlich von Ronda liegt. Wegen Überfüllung mussten wir dort allerdings eineinhalb Stunden warten, die wir damit verbrachten, uns die nicht weit entfernt liegende "Cueva del Gato" (Katzenhöhle) anzuschauen.

Ihren Namen verdankt sie ihrem katzenkopfförmigen Eingang, den man am besten auf diesem schlecht aufgelöstem Bild nachvollziehen kann. Dabei unterschätzt man schnell die Größe der Höhle, welche auf den nachfolgenden Bildern zumindest ansatzweise herüberkommen sollte.

From Ronda

Sieht aus wie ein Katzenkopf!

From Ronda

Cueva del Gato

Nach diesem Abstecher ging es dann zurück zur unserem eigentlichen Ziel, der bereits erwähnten Höhle. Diese zählt zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Besiedlung in Andalusien. Die Führung fand in einer Gruppe aus ca. 25 Personen statt, von denen jede fünfte eine Gaslaterne bekam. So ausgestattet, wurden wir durch verschieden große Höhlen geführt. Verbunden waren sie durch enge Gänge oder durch in Stein gemeiselte Treppen. Es ging vorbei an alten Feuerstellen mit natürlichem Kamin, Scherbenhaufen, Wasserlöchern und beeindruckenden Kalksteinformationen mit mehreren Millionen Jahre alten Stalaktiten und Stalagmiten. In vielen Höhlen gab es Strichzeichnungen die überwiegend aus roten Pferdeköpfen, Bullen oder Ziegen bestanden. Ein Männlein mit Bogen war neben zahlreichen nicht deutbarem Gekritzel auch dabei. Am Ende der Tour befanden wir uns im größten Raum der Höhle, der circa 30 mal 20 Meter groß war und gut 20 Meter an Höhe hatte. Danach ging es auf gleichem Weg wie wir gekommen waren wieder zurück, sodass wir nach ungefähr einer Stunde wieder das Tageslicht erblickten.
Kameras waren verboten, wer will findet hier einige Fotos bzw. Videos:
http://www.cuevadelapileta.org/

Anschließend haben wir uns in Richtung Heimat aufgemacht, unser Weg führte uns im
Dunkeln durch die Serpentinen der "Sierra de las nieves" (Die Schneewüste, haha) bei immernoch angenehmen 26°C.

From Ronda

Der Sonnenuntergang am Anfang vom Ende