Donnerstag, 3. September 2009

Roadtrip - Tag 3: Agde - Barcelona - Calella

Dank der kühlen Nacht in Agde waren wir zwar gut ausgeschlafen aber auch sehr hungrig, da wir am Abend zuvor das einzige Restaurant auf dem Zeltplatz erst 22.40 Uhr fanden, geschlossen ab 22.30... Nur notdürftig von allen vorhanden Resten (Müsliriegel, Apfel, herumliegenden Brotkrummen) am Abend versorgt, gönnten wir uns dann früh ein grandioses Frühstück mit Baguettes, Schinken und allem was wir noch so leckeres im Supermarché finden konnten.


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Kevin vor der Boulangerie

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Unser Frühstückstisch

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Mein lachendes Baguette

Mit vollem Magen und leerem Tank, mussten wir dann nach 20 minütigem Anstehen feststellen, dass französische Automatentankstellen keine deutschen Kreditkarten annehmen. (Danke Bernhard für den Tipp, aber den haben wir erst danach gelesen. ;))

Mit Sprit von einer normalen Autobahntanke versorgt, gings dann aber recht unspektakulär weiter nach Barcelona. Nachdem wir dort völlig planlos reingesteuert waren, haben wir uns dort kurz eine beliebige Strandpromenade angeguckt und dann beschlossen zurück nach Calella zu fahren und uns dort für den Abend niederzulassen und uns von vorpubertierenden deutschen Ruf-Jugendreisenden mit Malle Krachern wie Jan Pillemann Otze besingen zu lassen. Abend gings dann noch auf zur Schaumparty, aber das Klientel dort war - übertrieben gesagt - leider nur für Leute, die in Deutschland neuerdings häufiger dem elektronischen Stopp-Schild begegnen.




Mittwoch, 2. September 2009

Roadtrip - Tag 2: Genua - Monaco - Agde

Nach der für mich doch recht erholsamen Nacht sind wir dann in der Früh erstmal schon ins Meer gehupft. Dann noch schnell nen Apfel und ne Wurst gegessen, Zelt zusammengepackt und 30€ leichter gings dann auch schon wieder los in Richtung Monaco. Nach einer recht entspannenden Fahrt entlang der Küste wurde auch der Verkehr ab Frankreich schlagartig besser. Plötzlich wurde wieder geblinkt und auch sehr gemäßigt gefahren - ehr angenehm die Franzosen. (allerdings hab ich mir gestern sagen lassen, dass das in Paris alles ganz anders aussieht) ^^

Nach ein paar hundert km kamen wir auch ohne große Zwischenfälle in Monaco an. Glücklicherweise sind wir vor Monaco erst falsch abgebogen, so dass wir auf den Berg dahinter gefahren sind und ich gleich mal meinen neuen Polfilter + Teleobjektiv testen konnte.


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Monaco von oben

Monaco ist ja an einem recht steilen Berg auf engstem Raum gebaut. Dementsprechend bergig und eng sind dann auch die Strassen. Aber unser Pilot Friedrich Pauls ist in Ideallinie (fast ^^) ohne mit der Wimper zu zucken durch die Gassen gefegt. Natürlich konnten wir mit der exquisiten Goldlackierung des Open auch einige neidische Blice auf uns lenken, so dass die zahlreichen Fahrer der vielen Maserati, Lamborghini, Bentley, Rolls Royce etc. doch schon leicht wehmütig schienen. NOT!!

Besonders der Fuhrpark vor dem Casino ist schon recht imposant. Da ich nicht soo der Autofreak bin ist zwar meine Kamera nicht heiß gelaufen, aber für ein paar Eindrücke hab ich schonmal abgedrückt.


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Yeah - kostenlos Parken an Samstagen


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Vor dem Casino


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Wo tut denn der sein Zelt hin ohne Kofferaum? :D

Nach einigem Hin und Her in Monaco und einem kurzen Abstecher in die Vorräume des Casino (wo es eine extra Gaderobe für Kameras gab) waren uns die 32C im Schatten dann doch ein wenig zu viel und so sind wir aufgebrochen zu neuen Abenteuern und Heldentaten bzw. nach Cannes. Da sind wir allerdings nur so 2h an der Promenade entlang flaniert. Sehr schön und auch sehr touristisch. Noch unklar wie weit wir nun eigentlich weiter fahren wollten haben wir uns erstmal Richtung Montpellier gehalten. Gelandet sind wir dann in Agde kurz nach besagter Stadt - auf einem Zeltplatz an der Küste. Der war voller netter Franzosen, so dass ich sogar einige Brocken meines recht simplen Französisch loswerden konnte bzw verstehen wenn uns zB die Lage unserer Parzelle in völliger Zuversicht in der Landessprache erklärt wurde. Lediglich "kalt" war es ein wenig. So musste ich in der Nacht schonmal meinen dicken Schlafsack auspacken um bei den frostigen 17C keine schwarzen Zehen zu bekommen. :D


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Gässchen in Cannes


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Nächtlicher Zeltaufbau

Der Roadtrip - Tag 1: Plauen bis Genua

Soderle. Endlich hab ich hier mal Zeit einige informaciónes nieder zu schreiben. Ich hoffe ich kann mich an alles erinnern und vergesse nicht die hälfte. Aber für den Fall hab ich ja dann immernoch Fried. Der pennt zwar jezt noch (wieder) aber bequemt sich dann sicher später nochmal irgendwann.. vielleicht.

1. Tag

Der erste große Rupfer waren ja gleich mal gute 900km. Von Plauen im Vogtland bis Genua nicht im Vogtland - sondern in Norditalien. Bis zur schweizer Grenze lief alles gewohnt deutsch-autobahnig ab. Danach kurze 60km durch Österreich und dann in die Schweiz. Vor der schweizer Grenze dann das erste Bangen dass die nicht meinen Pass sehen wollen, denn der ist (wie ich am Tag der Abreise herausgefunden habe) genau wie mein Ausweis seit Mai 09 abgelaufen. Zwar darf man so laut irgendeinem Abkommen überall in der EU umher reisen, aber das müssen die lieben Grenzer ja auch erst mal wissen. Naja, lange Rede kurzer Sinn: keiner wollt irgendwas sehen und so konnten wir ungehindert die Alpen überqueren - vorei an tosenden Wasserfällen, gewaltigen Bergen und pompösen Raststätten (Wenn das mal kein Klimax war, was dann?).

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Dank Isas Mutti - leckere Rast


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Tosender Wasserfall

Aus irgendeinem unerklärlichen Grund hatte Fried die ganze Zeit unglaublich viel Lust zu fahren und so musste/ durfte ( :D ) ich den ersten Tag lediglich Navigator spielen, wohingegen Fried 12,5h hochkonzentriert hinterm Steuer klemmte. Gen Ende dieser 12,5h kamen wir dann endlich in Genua an, welches wie der Rest von Italien von relativ vielen Italienern beheimatet ist. Dementsprechend gestaltet sich dann auch der Verkehr nach dem Motto - Blinken ist für Lullies aber rechts überholen ist ziemlich angesagt. So durfte sich Fried dann zwischen hunderten wild spur-wechselnden Fiat Puntos und spurignorierenden Mopeds in den teils 3 stöckigen Schnellstrassen der Stadt bei mittlerweile völliger Dunkelheit zurecht finden. Während dessen hab ich dann versucht das Navi zum Laufen zu bringen um einen Camping Platz zu finden.

Letztendlich sind wir dann schweißgebadet im ersten verfügbaren Platz untergekommen. Das Erlebnis dort lässt sich leicht in 3 Worten zusammenfassen: Bahnschienen, Schnellstraße und 50cent-Warmwasserduschen. Ok leicht gemogelt, aber das trifft es. Das geilste war dass der Zug genau neben dem Platz immer aus unerfindlichen Gründen gehupt hat. Aber naja, war alles machbar und nach der obligatorischen Pizza auch kein Problem mehr. Noch schnell Zelt aufgebaut, geduscht und ab in die 27C warme Heia.

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Zelt und im Hintergrund Fried am Auto